Der Bundestag hat am 11.03.2004 das Rentennachhaltigkeitsgesetz beschlossen.

Das Gesetzt hat vor allem zum Ziel, die Höhe des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung bis 2030 trotz weiter steigernder Lebenserwartung auf 22% zu begrenzen. Um dies zu erreichen, sind weitere Einschnitte für alle zukünftigen Rentner unvermeidbar.

Es ist davon auszugehen, dass die Renten im Jahr 2030 um fast 20% niedriger ausfallen werden als heute angenommen. Auf diese veringerte Rente dann u.U. auch noch Steuern zu zahlen.

Konkretes Beispiel
Die nachfolgenden Zahlen zeigen am Beispiel des häufig zitierten Eckrentners (der Eckrentner ist ein fiktiver Rentner, der bei Renteneintritt im Alter von 65 Jahren 45 Versicherungsjahre mit Durchschnittsverdienst zurückgelegt hat), was ein solcher Einschnitt bedeutet (vereinfachte Darstellung ohne Berücksichtung von Inflation):

 

Verringerung der jährlichen Rentensteigerung durch Einführung eines Nachhaltigkeitsfaktors
Wie wird die Rentensenkung technisch umgesetzt?

In der Renntenanpassungsformel wird künftig ein ergänzender Nachhaltigkeitsfaktor eingeführt. Damit wird jetzt zusätzlich noch die Entwicklung des Verhältnisses der Zahl der Rentner zur Anzahl der Erwerbstätigen in der Anpassungshöhe der Rente berücksichtigt. Vereinfacht ausgedrückt: Sinkt die Zahl der Erwerbstätigen oder steigt die Zahl der Rentner, dann fällt die jährliche Rentenanpassung niedriger oder ganz aus, steigt die Zahl der Erwerbstätigen und sinkt die Zahl der Rentner (ein eher unwarscheinliches Szenario), dann gibt eine höhere Rentenanpassung.

Neudefinition der maßgeblichen Einkommensentwicklung
Für die Rentenanpassung ist die Entwicklung des Durchschnittseinkommens die bestimmende Größe. Bisher wurde hier als Maßgröße das tatsächlich erreichte Bruttoeinkommen der Versicherten genommen, künftig wird auf die Entwicklung der Einkommen, begrenzt durch die Beitragsbemesssungsgrenze, abgehoben. Im Ergebniss sinkt der Anpassunsgsatz für die Rentensteigerung.

Nichtanrechnung von Schul- und Hochschulzeiten
Bisher werden bis zu 3 Jahre Schul- oder Hochschulzeiten nach dem 17. Lebensjahr rentensteigernd angerechnet. Nach einer Übergangsphase bis 2009 erhöhen diese Zeiten die Rente von Neurentnern nicht mehr. Wer also nach dem 17. Lebensjahr noch eine allgemeinbildende Schule besucht hat oder studiert hat, muss auf bis zu 58 Euro (Stand 2004) monatliche Rente verzichten.
Zeiten einer beruflichen Schulausbildung (z.B. in Fachschulen) wirken weiter rentensteigernd.

Erschwerung der Frühverrentung
Die mögliche Frühverrentung mit 60 Jahren nach Arbeitslosigkeit und Altersteilzeit wird in einem Übergangszeitraum bis 2008 vollständig abgeschafft. Wer vor dem 01.01.1952 geboren ist und in 2003 noch einen Vertrag über Altersteilzeit abgeschlossen hatte oder wer 01.01.2004 arbeitslos war, kann allerdings noch mit 60 JAhren in Rente gehen (Vetrauensschutz).

Senkung des Renteniveaus
Durch die vorgennannten Maßnahmen sinkt nach den Berechnungen der Regierung das Rentenniveau drastisch. Das sogenannte Nettorentenniveau für besagten Eckrentner fällt bis 2030 von z.Zt 68% auf nur noch 58,5%. D.h. man geht davon aus, dass dieser Eckrentner aus der Sozialversicherung dann noch 58,5% seines letzten Nettolohns bekommt, eine Einbuße von mehr als 40% gegenüber seinem Arbeitseinkommen.

Fazit
Bereits zum 01.04.2004 sinken die Netto-Renten, weil die Rentner die Beiträge zur Pflegeversicherung vollständig übernehmenn müsse, die Rentenanpassung 2004 fällt aus.
In den kommenden Jahren werden die Rentenanpassungen deutlich niederiger ausfallen als noch in der Riesterreform angenommen.
Die gesetzliche Rente wird also in Zukunft noch stärker auf die Funktion einer Grundsicherung reduziert. Von Sicherung des Lebensstandarts kann keine Rede mehr sein.
Das weiß auch Sozialministerin Ulla Schmidt. Auch sie fordert die Deutschen und insbesondere die junge Generation in der aktuellen Bundestagsdebatte auf, stärker privat fürs Alter vorzusorgen.
 

Google+

    Facebook
    Twitter

Sitemap    Sitemap
Druckversion    Seite drucken
nach oben    Nach oben

Unterwallstraße 12  |  D-47441 Moers  |  Telefon: 02841 88996-0  |  Telefax: 02841 88996-10  |  E-Mail: info[at]selektive.de

© 2017 SELEKTIVE Finanz- und Versicherungs-Partner GmbH   |   letzte Änderung: 12.06.2017

Investition in Center Parks Immobilien

Wir freuen uns frisch renovierte und möblierte Einfamilienhausvarianten aus dem Hause Center Parks Immobilien bereits ab 145.000 € an der Nordseeküste und in der beliebten Hochsauerlandregion Winterberg steuerbegünstigt anbieten zu können.

Der Erwerber erhält garantiert 5% Mieteinnahme auf den Nettokaufpreis und dies über einen Zeitraum von 15 Jahren garantiert. Danach hat der Mieter die Center Parks Gruppe zwei weitere Optionsrechte von jeweils 5 Jahren.

Die Immobilienbesitzer werden sowohl von laufenden Instandhaltungskosten oder Möbelerneuerungen befreit.

Auch die Vermietungsaktivitäten liegen ausschließlich bei der Center Parks Gruppe. Selbstverständlich können die Eigentümer jederzeit die Immobilie eigenhändig verkaufen, der Mietvertrag mit Center Parks bleibt bestehen.

Werden Sie "Teilhaber" der Erfolgsgeschichte von Center Parks und investieren in vertrauensvolle Kapitalanlagen.